Keynote Lecture: Glaukomchirurgie – Quo vadis?

Es bewegt sich viel in der Glaukomchirurgie – einen Überblick über neue operative Tendenzen gibt Professor Franz Grehn in seiner Keynote Lecture am Donnerstag, den 25. September 2014. Der Würzburger Experte wird aufzeigen, warum sich dieser Bereich der Augenheilkunde immer stärker in Richtung personalisierte Medizin entwickelt.

Die Trabekulektomie gilt als „klassische“ Glaukom-Operation, bisher als Goldstandard. Bekanntermaßen birgt die Methode aber auch Risiken, wozu in erster Linie zu starker Druckabfall und Vernarbung durch Wundheilung zählen. Um diese Komplikationen zu minimieren, haben Experten in den vergangenen Jahren weitere Operationstechniken entwickelt: Neben die Filtrationschirurgie ist die Kanaloplastik, sind Schlauch-Implantate und auch die Kammerwinkelchirurgie getreten. Die neuen Methoden zielen darauf ab, Abflusswege zu optimieren.

Doch welcher Eingriff ist wann angezeigt? Was ist das Beste für den Patienten? Aktuelle Studien belegen: Die Kanaloplastik ist der Trabekulektomie bezüglich der Risiken überlegen, aber bezüglich Drucksenkung schlechter; Schlauchimplantate wiederum haben ihre Berechtigung, sollten klassische Eingriffe trotz wiederholter Ausführung erfolglos bleiben. Damit rückt zum einen das individuelle Risikoprofil des Patienten in den Mittelpunkt chirurgischer Überlegungen, die sich immer stärker an den Prinzipien der personalisierten Medizin ausrichten. Zum anderen zeichnet sich bereits heute ab, dass die Glaukomchirurgie der Zukunft verschiedene Operationselemente kombinieren wird, um Wirksamkeit und Risikoarmut bestmöglich zu vereinen.

Die Keynote Lecture „Glaukomchirurgie – Quo vadis?“ findet am 25. September 2014 von 11.30 bis 12.00 Uhr im von Graefe Saal statt.