Keynote Lecture: Innovationsprozesse an Universitäten

Am Freitag, den 26.9., findet der Vortrag von Professor Mark Blumenkranz (Stanford, USA) zu „Innovation und akademischer Technologie-Transfer in der vitreoretinalen Welt: Was wir vom Silicon Valley lernen können” in englischer Sprache statt.

Jeder Fortschritt auf dem Gebiet der biomedizinischen Innovation beginnt und endet beim Patienten und einem unerfüllten Bedürfnis. In seiner Keynote Lecture wird Professor Mark S. Blumenkranz einige allgemeine Prinzipien präsentieren, die Innovation ausmachen – um ergänzend zu beleuchten, welchen speziellen Möglichkeiten und Risiken ein Innovationsprozess an der Universität unterliegt und inwiefern sich Hochschulen von anderen Orten technologischen Fortschritts wie Industrie oder Staat unterscheiden. Dabei wird Mark Blumenkranz sowohl den Stellenwert von Faktoren wie Kreativität, systematische Lösungssuche und Disziplin im Innovationsprozess aufzeigen als auch welche Hindernisse für neue technologische Entwicklungen in Form von Konventionen, Furcht und Kosten eingehen. Die Betrachtung schließt den Blick auf die besonderen Bedingungen ein, die der Schutz der Patientenrechte in der medizinischen Forschung erfordert.

Mark S. Blumenkranz, M.D., MMS ist HJ Smead Professor und Leiter der Abteilung für Ophthalmologie der Stanford University. Dr. Blumenkranz war einer der ersten, der das Vitrektomieverfahren zur Behandlung komplexer Formen der Retinaablösung anwandte. Außerdem war er Mitglied der Gruppen, die zuerst über die Herpes-Ätiologie und die erfolgreiche Aciclovir-Behandlung akuter Retinanekrose und den Einsatz von biologisch abbaubaren Polymeren zur intraokularen Abgabe von Steroiden bei Makulaödem berichteten und veröffentlichte die erste Sicherheitsstudie zum Einsatz von Ranibizumab (Lucentis) am Menschen. Er hat über 145 Artikel in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht und ist Autor mehrerer Buchkapitel, Abstracts und Patente in seinem Fachgebiet. Dr. Blumenkranz verfügt über ein langjähriges Interesse und viel Erfahrung im Bereich des Technologietransfers nicht nur zwischen Universität und Privatwirtschaft, sondern auch in der Entwicklung junger, biomedizinischer Unternehmen. Er war als Gründer oder als Mitglied des Verwaltungsrats für eine Reihe von Unternehmen tätig, die erfolgreich neue Medikamente und medizinische Geräte entwickeln. Zudem war er Direktor von OIS, Midlabs und Oculex Pharmaceuticals.